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Über Coaching und Annehmen.

Ich war 32, als ich mit Tor, Kjell und Olav aufbrach zu unserer Inlandeisüberquerung auf Spitzbergen. GPS, Handy und Internet waren noch unbekannt, und man verließ sich auf ein paar Gletscherkarten und auf Tors alten Militärkompass. Oft zuvor war ich zuhause gesessen und hatte voller Beklemmung auf meine Spitzbergen-Karte gestarrt: Eine wild zerklüftete Insel im

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Über Russen, Rechte und Verleugnung.

Über Russen, Rechte und Verleugnung. Zu Anfang war Witalij Witaljewitsch ein reiner Sprechautomat. Der ehemalige KGB-Chef Andropow war sowjetischer Parteichef geworden und hatte Breschnews eisernes Regiment einfach übernommen, so dass Witalij nichts anderes blieb als peinlichst genau die „Ssajawlenie“, also die jeweilige Verlautbarung seiner Regierung, aufzusagen wie ein Weihnachtsgedicht. – Ich lernte ihn im Sommer

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Ein paar Gedanken zur Hysterie.

Ursprünglich war Horst wegen eines Problems im Job zu mir gekommen, aber heute hatte er restlos die Schnauze voll. Vor drei-vier Monaten war er der Frau seines Herzens begegnet. Dachte er. Sie war intelligent, gebildet, eloquent, schlank, gut gebaut, im Bett ein wahrer Feuersturm und dazu „wahnsinnig nett“, und sie wusste aufgrund ihres Berufs als

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Über ein Ich im Käfig.

Als wir Kinder waren, beneideten wir Gordon. Er stammte aus einer erfolgreichen Unternehmerfamilie, trug viel bessere Klamotten als wir und besaß auch ein teures Fahrrad, von dem wir selber nur träumen konnten: Rennlenker und dazu Tacho mit Zeituhr von VDO, das war mehr als ein Statussymbol, eher schon grenzte es uns nach unten ab. Doch

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Ein paar Gedanken zur Spontaneität.

„Hammer, ist die süß!“ Spontan starrte ich auf die großen dunklen Augen, die in Richards Entwicklerbad immer mehr Kontur gewannen. Richard grinste zufrieden im Dunkelrot seiner Laborlampe und belichtete weitere Bögen Fotopapier, um auch diese in die Entwicklerschale zu legen, sie dann zu spülen und sie anschließend im Fixierbad zu platzieren, bevor er sie mit

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Über die Abspaltung

Obwohl ich eine Menge über ihn gehört hatte, hatte ich Landon nie persönlich kennengelernt, aber ich wusste, dass er Menschen getötet hatte. Er war Mitglied einer britischen Spezialeinheit gewesen und hatte eine Reihe verdeckter Einsätze in allen möglichen Ländern des Mittleren Ostens absolviert, an deren Ende stets eine „Zielperson“ das Leben verlor, meist mit Schüssen

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Über Missbrauch und Spätfolgen im Job.

Susi war eine Einserschülerin, und als unser Religionslehrer, ein verschlagener kleiner Pfaffe, uns die Klassenarbeit herausgab, hatte sie selbstverständlich die beste von allen geschrieben. Dennoch kritisierte er sie vor der gesamten Klasse für ihre winzige Krakelschrift, die sie erst seit kurzem zeigte und die kaum mehr zu lesen war. Es gipfelte in der gebellten Feststellung:

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Über Frauensolidarität.

Es war halt so, dass Irmi nicht mehr weiterwusste, weil der Kollege, mit dem sie das Büro teilte, sie nicht in Ruhe ließ. Anfangs waren es lose Sprüche gewesen, dann die eher beiläufigen Berührungen und schließlich eine dreist knetende Hand auf ihrer Brust. Die Attacken wiederholten sich, und dies in immer kürzeren Abständen, und die

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Über Sexualisierung.

„Bin ja auch nur´n Mann…“, murmelt Hanno mit hochrotem Kopf. „Hält kein Mensch aus, sowat!“ Der Betriebsleiter in einem Kartonagebetrieb, ein schlichter, eher zurückhaltender Mittvierziger aus der Dortmunder Ecke, wirkt arg durcheinander. Eine Untergebene namens Iris, Mitte dreißig und von anscheinend offensivem Wahrnehmungsbedürfnis, bringt ihn schwer in Bedrängnis. „Wenn die mit mich redet, tritt die

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Über eine Flucht.

Auch wenn es gut gemeint ist: Man kann natürlich nicht für eine andere Person einen Coachingtermin buchen. Nur wenn der/die Betroffene selbst den Wunsch verspürt, etwas zu verändern, macht das Ganze Sinn. Ein einziges Mal in meiner sechzehnjährigen Praxis habe ich mich – wenngleich unwissentlich – auf solch eine Situation eingelassen, als ein Mann mir